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Rumpelfußball-Blog

Fußballblog. Hängt mit dem Herz an den Lilien und St.Pauli. Senf gibt es aber auch zu allem ums runde Leder.

Vorher: Schaulaufen? Darmstadt – Union (Spieltag #32)

Klassenerhalt geschafft, Favorit Köln überrascht, Zeit dem nächsten Aufstiegsaspiranten in die Suppe zu spucken? Die Phase des Schaulaufens bricht an, fragt sich nur, ob die Lilien weiter durchziehen. Im Spiel gegen den neuen Tabellendritten Union Berlin dürfte es die erste Antwort geben.

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Vorher: Endspurt. Köln – Darmstadt (Spieltag #31)

Die zweite Liga geht in die finale Phase, der FC kann den Aufstieg quasi perfekt machen, die Lilien wollen den letzten Schritt zum Klassenerhalt gehen. Köln ist klarer Favorit am Freitagabend, der SVD könnte aber zum Stolperstein werden.

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Zugabe: Entwicklung > Kontinuität? St.Pauli tauscht seine sportliche Führung.

Der FCSP tauscht einmal seine führenden Mitarbeiter im sportlichen Bereich. Markus Kauczinski und Uwe Stöver müssen gehen. Aber wird jetzt alles besser?

 

Panikknopf

Der Reihe nach: Am Dienstag müssen am Millerntor mal eben Trainer und Sportchef gehen. Der eine weil das Team seit dem Winter kaum überzeugen konnte und seit Wochen von Tiefschlag zu Tiefschlag taumelt. Der andere, weil er am Trainer festhalten wollte, anders als die restliche Vereinsführung. Das zwar in Ansätzen verbesserte 0:0 in Duisburg war am Ende zu wenig. Zu vernichtend waren die Derbyniederlag, das Debakel in Sandhausen und die schmerzhafte Niederlage gegen Kiel. Besonders die Partie gegen die KSV tat weh, da der Gegner in Unterzahl das Spiel gewinnen wollte, während die Kiezkicker irgendwie durchkommen wollten. Nach der Winterpause, so hatte man den Eindruck, war das Team wieder in Normalform, man war eigentlich gar nicht so gut, wie es die Hinrunde einen glauben ließ. Unterschiedsspieler wie Marvin Knoll und Christopher Avevor suchen ihre Form, Henk Veerman fehlt langfristig, dazu ist Neuzugang Alex Meier ein anderer Spielertyp der nicht so ins Spiel integriert wird/werden kann wie der Holländer.

Kauczinski der letztes Jahr von Olaf Janßen übernahm, rettet das Team 17/18 zwar über die Ziellinie Klassenerhalt, hatte aber eine ähnliche Negativserie zur Mitte der Rückrunde wie sein Vorgänger. Lediglich die zwei Siege gegen Fürth und Bielefeld sicherten die zweite Liga. In der Hinrunde der laufenden Saison wusste das Team zumindest ergebnistechnisch zu überzeugen. Spielerisch blieb man oft sehr bieder. Man nutze seine Chancen mit großer Effizienz, war aber eher auf das zerstören des gegnerischen Speils aus. Man sollte ein Umschaltteam sein. Dennoch spielte man bis zu Letzt viele Umschaltsituationen ungenau und als die Chancenverwertung im Winter wegbrach, verdaddelte man die tolle Ausgangslage ziemlich heftig. Nach der Pause gab es drei herbe Klatschen, besonders gegen die besten zwei der Liga spielte man ausgesprochen ängstlich. Dass der Trainer gehen muss, scheint verständlich. Ende letzter Saison, Anfang der laufenden, Kauczinski war fast immer „angeschlagen“, wie es die Presse formulieren würde. Dazu kamen spielerisch zu wenig gute Argumente in seiner mehr als einjährigen Amtszeit.

 

Die Grundausrichtung, ein ewiges Problem

Ängstlich ist insgesamt ein bisschen das ideale Stichwort. Es zieht sich durch den gesamten Klub, selbst bei den Fans haben es sich einige in der zweiten Liga gemütlich gemacht. Bloß nicht runter in Liga drei und bloß kein zu großen Risiko eingehen. Bloß ist der FCSP im Jahr 2019 nicht mehr der Chaos- und Pleiteklub der 80er und 90er. Man spielt in einem neunen Stadion, hat die Merchandiserechte zurück gekauft, spielt seit 12 Jahren wieder Profifußball, warum also immer graue Maus spielen? Die vorherrschende Philosophie heißt scheinbar „aus wenig viel machen“, obwohl man gar nicht wenig hat. Im Winter lag man auf Tabellenrang drei. Man musste die verletzten Ziereis und Veerman ersetzten, tat dies beides mit Spielern die in einem halbe Jahr wieder weg sein werden. Dazu holte man zwei Jugendspieler als Vorgriffe für den Sommer. Man wollte den Status Quo halten, statt anzugreifen. Alex Meier wäre das ideale Signal gewesen. Ein Knaller obendrauf, zum Beispiel ein Top-Innen- oder Außenverteidiger obendrauf und man hätte richtig Euphorie entfachen können. Mit dem (Leih-)Abgang von Cenk Sahin dürfte Geld frei geworden sein, selbst wenn man kein zusätzliches Budget hätte bemühen wollen.

Kauczinski/Stöver wollten kein Risiko. Der halbe Kader wurde langfristig gebunden, die Mannschaft für die nächste Runde steht schon beinahe komplett. Neue Impulse? Woher? Es passt, dass der Sportdirektor sich an den Trainer band, ein neuer Coach hätte wohl kaum die Kaderplanung so klaglos hingenommen. „Kontinuität kann nicht Selbstzweck sein, darf nicht über Erfolg gestellt werden“ gab Präsident Göttlich heute auf der PK zu Protokoll. Der Erfolg ist demnach wichtiger. Nur, stellt sich der nun endlich ein? Jos Luhukay als neuer Trainer (mit bisher unbekannter Vertragslaufzeit) löst keine Jubelstürme aus. Wieder so ein bekannter Name der Liga, Kreativität oder Risiko auch hier Fehlanzeige. Selbst im Erzgebirge scheint man risikofreudiger zu sein, mit dem steten Strom an Trainern aus NLZs. Auf St.Pauli ist es wieder das Paket „wir wissen was wir bekommen“. Zumindest theoretisch. Richtig tolle Arbeit hat Luhukay lange nicht geliefert. In Sheffield, seiner jüngsten Station, erzählt man sich schlimme Dinge. Beim VfB Stuttgart war schnell Schluss. Die erfolgreichen Zeiten bei Hertha BSC sind auch schon vier eher fünf Jahre her.

Und jetzt?

Man propagiert nun also Erfolgshunger. Der scheidende kaufmännische Geschäftsführer und jetzt Interimssportchef Rettig stellt seinen langjährigen Weggefährten als Trainer ein, muss jetzt das sportliche und wirtschaftliche managen und helfen Nachfolger für beide Positionen zu finden. Sportlich will man nun mit einem vermeintlichen Aufstiegscoach die Minimalchance zur Relegation noch suchen. Der Trainer will auf seiner Antritts-PK nicht über Taktik reden. Er will Samstag gewinnen und aus dem was er an Spielern hat etwas machen. Das klingt nicht nach Kreativität, sondern nach Mangel verwalten. Oder eben wieder aus vermeintlich wenig viel machen. Die plötzliche Ausrichtung auf Erfolg, die besonders der Präsident herausstellte, spiegelte sich in den letzten Jahren nie in Handlungen wieder. Es wird Zeit das zu ändern, das Potential am Millerntor mehr auszuschöpfen. Für den Moment aber spürt man wenig von Neuausrichtung oder Euphorie. Aber vielleicht ist das ja ein Trugschluss…

Vorher: Das große Zittern? Magdeburg – Darmstadt (Spieltag #29)

Man hat es selbst in der Hand bei den Lilien, treibt man den Plus doch noch mal in Höhe oder siegt man sich in Magdeburg wieder in ruhigere Gefilde? Eine Niederlage gegen den Tabellensechzehnten würde den Relegationsrang wieder bedrohlich nahe bringen. Ein Sieg dagegen wäre ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt. Was darfs also sein für die 98er?

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Vorher: Tabellennachbarn. Fürth – Darmstadt (Spieltag #28)

Tief im Mittelfeld der zweiten Liga treffen sich die beiden tabellarischen Nachbarn Fürth und Darmstadt am Sonntag. Der Sieger würde sich wohl endgültig vom Abstiegskampf verabschieden, der Verlierer könnte bis Platz 14 abrutschen. Ein Duell der akut gefährdeten ist es dennoch nicht, wenn Kleeblatt auf Lilie trifft.

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Vorher: Serie? Darmstadt – Regensburg (Spieltag #27)

Nach Siegen gegen Kiel und in Hamburg liegt der SVD wieder in entspannteren Tabellenregionen. Gegen Regensburg könnte man den dritten Sieg in Serie feiern. Der SSV Jahn möchte dagegen die 40 Punkte sichern und so einen frühen Klassenerhalt eintüten.

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Nachher: Scherbenhaufen – Derbynachbetrachtung (#FCSPhsv)

Es soll ja Menschen geben, die finden Derbys echt super. Ich gehöre nicht dazu. Man hat mindestens die Vorwoche lang ein unfassbar ungutes Gefühl und will eigentlich nur, dass es vorbei geht und man bloß nicht verliert. So war es auch diesmal, so richtig Bock auf so ein Spiel als Außenseiter hat man nicht, die Gefahr den nutzlosen Nachbarn im eigenen Stadion feiern sehen zu müssen, ist mir deutlich zu groß. Am Ende hat sich das ungute Gefühl zu einem schlechten bzw. einer maßlosen Enttäuschung ausgewachsen. Nach den Vorkommnissen auf und neben dem Platz hält sich die Vorfreude auf das Spiel nächste Woche so richtig in Grenzen. Und das besonders, weil ein paar Gestalten einem die Lust auf das im Block stehen ordentlich verleidet haben. Auch wenn St.Pauli die einzige Möglichkeit bleibt: Es gibt genug Redebedarf am Tag danach. Daher mal ein paar Punkte in Kurzform abklappern.

 

Die Choreos:

Über allen Zweifel erhaben sind die Choreos vom Sonntag. Die Südkurve in schwarz, der Skelettschädel, der Rauch, Fahnen dazu, es sah großartig aus. Auch die Gegengrade machte einiges her (ich stand drin, also muss ich mich auf Bilder verlassen). Die Pappen und das Vereinslogo, dann die riesige „Hamburg ist braun-weiß“ Blockfahne. Super. Auch die Nord hatte eine Blockfahne dabei und ein Totenkopf an Ballons schwebte über den Platz. Der Start ins Derby passte und war im Vergleich zur Gegenseite im Hinspiel eine andere Liga.

 

Das sportliche:

Bevor es zu den ganz kontroversen Dingen geht, kommt erstmal der Fußball. Der war nicht kontrovers, der war einfach grottenschlecht. Auf den wirklich guten Auftritt von Paderborn folgte ein indiskutabler. Spielte man in Ostwestfalen noch ausgesprochen kompakt, war davon gestern nichts zu sehen. Gegen den SCP stand man tief und bildetet einen Block aus zwei Viererketten vor dem eigenen Strafraum. Dazu agierte man sehr griffig im Zweikampf. Das war auch gut möglich, weil der Raum sehr eng gemacht wurde und häufig der nächste Mitspieler zum ausputzen bereit stand, wenn mal etwas schief ging. Gegen die Stellinger agierte man eher mit Fünferkette. Miyaichi rückte hinten mit ein, vermutlich um Douglas Santos zu verteidigen. Ein Unterfangen welches schnell scheiterte. Besonders Mangala durfte den Ball nach Belieben führen und erzeugte so Überzahl in diversen Bereichen des Feldes. Dennoch gab es besonders vor der Pause gute Umschaltmomente, die aber  – wie häufig in der Saison – unsauber gespielt wurden. Insgesamt durften die Gäste viel zu unbehelligt auf die letzte Verteidigungsreihe zulaufen.

Vier Gegentore sind emotional deutlich über dem einfach hinnehmbaren. Man hat sich taktisch offenbar grob verzockt und dazu mit viel zu wenig Druck gespielt. Wenn die Söldndertruppe aus der Vorstadt mehr Derbykörpersprache an den Tag legt, als die teilweise langjährigen FCSP-Kicker, dann ist etwas ganz gehörig schief gelaufen. Auch der Aspekt „keine gelbe Karte“ wirkt mindestens mal nervend. Wenn es schon so gar nicht läuft, warum tut man dann dem Gegner nicht wenigstens weh? Klar, nicht die feine Art, aber darf schon etwas mehr sein im Derby. Die fürchterlich kleinliche Linie von Felix Brych kam der Aggressivität allerdings auch in die Quere. Wenn jeder Windstoß abgepfiffen wird, ist es auch schwer so richtig zuzulangen. Die Spielleitung war jedenfalls passend zum gebrauchten Tag, ein intensives Duell kam so nicht zu Stande. Dennoch: Man hat sich die Klatsche selbst zuzuschreiben. Die Rauten sind lange kein so gutes Team offensiv wie Paderborn in der Vorwoche und schon gar nicht wie der FC Köln. So hat man nun eine sportlich eigentlich gute Saison ziemlich kräftig entwertet und nachgewiesen, dass diverse der aktuell 43 Punkte wohl eher glücklich zu Stande kamen.

Als sportliches Fazit bleiben deutliche Kratzer. Nach teilweise tristen Jahren, vielen mieses Spielen oder ganzen Serien und vor allem Jahren im Abstiegskampf, hat man jetzt das Highlight schlechthin verkackt. Und anders als Trainer und Spieler glauben mögen oder zu Protokoll geben, das Ganze ist mit Mund abwischen nicht so leicht getan. Ein in Vorleistung gehen wird nach dem Spiel, zumindest für mich, nicht mehr so leicht möglich sein. Die Enttäuschung ist riesengroß, der Auftritt hat bei mir deutlich mehr kaputt gemacht, als die x-te enttäuschende Niederlage gegen Aue zu Hause. Zumal der hsv so deutlich die Oberhand hatte, dass der jeweilige Sportdirektor dort eine ganze Wagenladung Rücksäcke im Park verlieren müsste, als dass sich dies ändern würde in nächster Zeit. Das war eine saubere Demütigung gestern.

 

Der Support:

Weil ja vielerorts die Gegengerade kritisiert wird, sie wäre ja nur laut gewesen gegen die eigenen Leute, muss man mal über diesen Punkt reden. Einfach nur vor der Stimmung ließ es sich gestern gut an, wurde dann aber schnell schwach. Und das bei allen. Auch die Süd war gestern nicht wirklich laut. Auf der GG passierte auch schnell sehr wenig. Im Norden quasi gar nichts. Fremd- und selbstverschuldete Spielunterbrechungen machen die Sache da auch nicht gerade besser. Vielleicht muss man sich auch mit dem generellen Phänomen abfinden, die meisten Stadien haben ein Stimmungszentrum und sonst geht nicht viel. Selbst in Dortmund ist ja außer der Süd nichts los. Scheinbar will der normale Fan einfach das Spiel gucken und sehr selten gesanglich eingreifen. Das ist besonders im Falle der neuen Gegengrade am Millerntor eine Schande, da diese Wand aus Stehplätzen sicher ein echter Faktor sein könnte. Gestern jedenfalls hat sich niemand in Sachen Stimmung wirklich hervor getan, vielleicht der Anspannung und dem Verlauf des Spiels geschuldet. Am Ende dann sicherlich auch noch wegen den Vorgängen auf den Rängen oder besser Zäunen.

 

Pyro:

Ab jetzt kommen die kontroverseren Aspekte. Und damit ist nicht Pyro per se gemeint. Denn davon bin ich tatsächlich ein Freund (viel mehr vermutlich sogar, wenn man das Ganze noch sicherer oder legaler Gestalten könnte. Damit es nicht wie im Hinspiel abläuft). Man erinnere sich nur an Spiele wie gegen RB Leipzig, als man Bilder vor dem Spiel von Trainer Beierlorzer im Rauch der Süd sah und sein Gesichtsausdruck sagte: Das wird heute nichts. Pyro kann definitiv die Stimmung multiplizieren, besonders an Spieltagen die um 13:30 Uhr beginnen. Zu der Zeit kann es einen Zusatzkick durchaus vertragen. Der Kick geht allerdings beim recht inflationären Abgefackel irgendwann verloren. Die Intros zu beiden Hälften hätten es absolut getan. Irgendwo links in der Kurve eine Fackel hat für mich keinen großen Mehrwert. Ist aber auch nicht weiter schlimm, genauso die Rauchtöpfe. Warum nun aber mitten in die beste Chance des eigenen Teams nach der Pause die komplette Pyroshow gezündet werden muss, verstehe ich dann jetzt schon nicht mehr. Das halte ich aus Spielersicht auch für kontraproduktiv. Man kommt heiß gemacht aus der Halbzeit, knallt gleich einen raus und dann steht man plötzlich dumm rum. Nun muss der Schiedsrichter sicher nicht unbedingt unterbrechen, aber er kann es halt. Und damit tut man sich nun von den Rängen keinen Gefallen. Pyro gerne, aber bitte cleverer eingesetzt. Und Zeug auf den Platz feuern muss auch nicht sein.

„Ihr seid scheiße – wie der hsv!“:

Ganz bitter war das Spielende, Klatsche bekommen und auf den Rängen zerstritten. Das ist vermutlich der schmerzlichste Aspekt des Nachmittags. Eine kleine Gruppe offenbar sportlich orientierter (oder was auch immer) Gestalten sorgt für Gräben unter den eigenen Leuten. Diese Leute werden teilweise pauschalisiert als Ultras bezeichnet und damit irgendwie in USP verortet. Was genau das für eine Gruppe war weiß ich nicht, aber ganz sicher nicht USP. Das war Mackertum und dicke Hose machen und weder support- noch werteorientiert. Ob da ein konkreter Machtkampf in der Süd dahinter steckt, ist mir unklar und hoffentlich nicht der Fall. Denn Spielabbrüche provozieren und Fanartikel oder Fahnen anderer klauen, war für mich nie Teil der Ultrakultur des FCSP. Es wird auch sicherlich Folgen haben, denn es dürfte Konsens sein (über alle Lager), dass diese Aktion daneben war. Und sie dürfte auch so gar nicht dem Verständnis der Südkurve als ganzem Entsprechen. Das so eine Aktion fehl am Platze ist und einen Backlash auch unter den eigenen Fans verursachen kann dürfte klar sein. Jetzt ist rundum jeder beleidigt, weil komplette Kurven in Töpfe geworfen werden. Fakt ist: Das war ziemlich scheiße und war sicher St.Pauli-like. Ob man dann gegen die eigenen Leute singt und pfeift, muss man selbst wissen. Und ob man sich dann auch kollektiv angegriffen fühlt ebenso. Ich für meinen Teil kann auf solche Provokationen und das gegenseitige Zerfleischen verzichten. Mal sehen, ob sich hier eine dauerhafte Konfliktlinie geöffnet hat.

 

 

Am Ende bleibt ein Nachmittag der von A bis Z Mist war. Mehr oder weniger alle in braun-weiß sind angepisst nach Hause gegangen. Die Mannschaft hat einen desolaten Auftritt geliefert, auf den Rängen ist Zoff ausgebrochen und plötzlich stehen irgendwie alle in den Trümmern der Stadtmeisterschaft. Man kann so ein Derby verlieren, aber die Art und Weise auf und neben dem Platz war übler als befürchtet. Es bleibt spannend was schon nächste Woche in Sandhausen passiert. Sportliche Wiedergutmachung wäre schön, was den Stress auf den Rängen angeht, wage ich keine Prognose. Die Nachwehen des Derbys dürften noch länger andauern.

Vorher: Heimdebüt. Darmstadt – Kiel (Spieltag #25)

Erstes Mal Bölle für den neuen Trainer und die Lilien erwarten Holstein Kiel. Der Gast ist ausgewiesen auswärtsstark, ein harter Brocken also zum Auftakt. Gelingt das Heimdebüt von Grammozis nach der Niederlage in Bielefeld?

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Vorher: Neuanfang. Bielefeld – Darmstadt (Spieltag #24)

Kalispéra Dimitrios Grammozis! Die Lilien erleben in Bielefeld das Debut des neunen Trainers. Ex-Profi Grammozis soll den Neuanfang starten. Der neue Coach ist nicht als Feuerwehrmann verpflichtet, er soll die Lilien langfristig stabilisieren und entwickeln. Zum Start geht’s nach Ostwestfalen, wo genau das dem neunen Arminia-Coach Uwe Neuhaus scheinbar gelungen ist. Ein spannendes Duell der Tabellennachbarn steht an.

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