Simply the best. Oder so ähnlich. Was sich hinter dem Titel verbirgt ist natürlich zum einen Beschäftigungstherapie für die Zeit der Ausgangsbeschränkungen und zum anderen eine spezielle Top 10. Aus jeder Saison seit 2009/2010 das jeweils beste Spiel und seine Rivalen um diesen Titel. Finden sich vergessene Perlen oder hat man alles noch vor Augen als wäre es gestern gewesen?

Saison 2009/2010: Karlsruher SC – FC St.Pauli 0:4 (Freitag, 28. August 2009 18:00 Uhr)

 

Geht gleich gut los, denn in einer Aufstiegssaison finden sich mutmaßlich einige schöne Spiele. So zum Beispiel die ruinierte Tivoli-Eröffnung, als St.Pauli 5:0 die Alemannia düpierte. Oder die hohen Siege gegen die TuS Koblenz: Mit 11:2 Toren putzt man nicht jedes Jahr einen Gegner ab. Auch gegen Rot-Weiß Oberhausen lieferte man ein denkwürdiges 5:3 Heimspiel, dass Fabian Boll erst in der 85. Minute sicherte. Die härteste Konkurrenz bilden sicherlich das 3:0 gegen Augsburg, ein Spiel das den Aufstieg gewissermaßen fixierte. Am 30.Spieltag den direkten Konkurrenten um Platz zwei schlagen in dieser Souveränität bleibt im Kopf. Genauso der Quasi-Aufstieg in Fürth. Trotz Verletzung von Stammkeeper Hain und Rückstand gewann man 4:1. Platzsturm und Party inklusive, auch wenn es erst eine Woche später auch offiziell durch war. Dieser Haken verhindert wahrscheinlich auch den Titel für diese Runde. Auch die beiden Siege gegen Rostock waren wichtig und gut fürs Gefühl. Dennoch: Für mich ist es der zweite Auswärtssieg der Saison im zweiten Auswärtsspiel gegen den KSC. Nach Aachen erneut ein Kantersieg. Und das nach einer vorherigen Saison mit nur drei Auswärtssiegen und teilweise heftigen Pleiten auf gegnerischen Plätzen. Das 4:0 ließ einen früh glauben, diese Saison wird besonders. Lehmann verwandelt zwei Freistöße, Hennings trifft als Joker und Marius Ebbers zeigte warum er in seiner Karriere über 100 Zweitligatore machen sollte. Nach dem Sieg in der Nachspielzeit gegen Ahlen und dem Knaller in Aachen (zumindest auf dem Feld), stellte sich nach Karlsruhe eine Rauschzustand ein, der diese Saison nicht mehr wirklich verfliegen sollte.

 

Saison 2010/2011: hsv – FC St.Pauli 0:1 (Mittwoch, 16. Februar 2011 18:45 Uhr)

 

Jetzt wird es schon schwerer, denn wenn man als Tabellenletzter absteigt gibt es wenig tolle Erfolge. Klar der Auftakt in Freiburg war genial. Trotz Rückstand beim Comeback im Oberhaus auswärts gewinnen macht Laune, besonders die Konter zum 2:1 und 3:1 waren fast wie im Aufstiegsjahr. Das Spiel im Gladbacher Borussia-Park zu drehen am fünften Spieltag war auch ein erinnerungswürdiges Spiel. Zu Hause wurde Nürnberg mit 3:2 niedergekämpft, der erste Heimsieg am achten Spieltag. Den Rest der Hinrunde kann man dann allerdings fast komplett vergessen. Nach Weihnachten gab es dann eine tolle Serie mit fünf ungeschlagenen Spielen. Köln und Gladbach wurden am Millerntor klar geschlagen. Direkte Konkurrenten wohlgemerkt. Der Klassenerhalt schien greifbarer als noch zum Jahreswechsel. Dann kam das Stadtderby. Unter der Woche, weil man den Rasen im Volkspark falsch verlegt hatte. Allein dieser Umstand ist erstaunlich. Das Tor in der 59. Minute auch (über die „Flanke“ von Thorandt zur Ecke schweigen wir hier…). Eine eigentlich zu niedrige Ecke, wird von Boll auf den langen Pfosten gehievt, wo Gerald Asamoah einköpft. Der Sieg bedeutete Platz elf und 28 Punkte zum damaligen Zeitpunkt. Kein Wunder, dass der Sky-Kommentator hinterher sagte „den Klassenerhalt sollten sie holen“. Taten sie dann nicht. Man kann also sicher streiten, ob die schwarze Serie danach den Sieg wirklich wert war, bzw. ob man ihn nicht lieber gegen einen Klassenerhalt eintauschen würde. Gewissensfrage, aber das Spiel der Saison bleibt der Derbysieg dennoch.

https://www.youtube.com/watch?v=WNZ1tnzrJ5s

 

Saison 2011/2012: FC St.Pauli – 1860 München 4:2 (Sonntag, 11. September 2011 13:30 Uhr)

 

Eine Saison mit wieder mehr zu Jubeln. Unter André Schubert verpasste man am Ende nur knapp (und trotz interner Probleme zwischen Trainer und Mannschaft) den Aufstieg bzw. wenigstens die Relegation gegen Hertha. Einige der Highlights waren natürlich wieder die Erfolge gegen Hansa (3:1 auswärts und 3:0 zu Hause) oder aber das 4:1 in Cottbus. Schachten, Kruse und Ebbers doppelt trafen zum Dreier. Überhaupt hatte man mit Fin Bartels und Max Kruse ein echtes Traumduo im Team. Bartels sicherte auch einen emotionalen 2:1 gegen Union in letzter Minute am 30.Spieltag. Gegen Paderborn gewann man am 34.Spieltag auch 5:0 am Millerntor obwohl der SCP vor einem Stand und seinerseits Chancen auf die Relegation hatte. Auch der Erfolg gegen Eintracht Frankfurt am 19.12. war fast schon ein Pokalfight vor der Winterpause. Morena und dann eben ein Traumkonter von Bartels und Kruse sicherte das 2:0. Gegen den siegessicheren Mitaufsteiger ein wichtiger Dreier. Dennoch ist mir besonders der 4:2-Sieg gegen 1860 in Erinnerung. Erfolge nach Rückstand sind doch eh immer besonders schön. Die Löwen lagen kurz nach der Pause plötzlich durch ein Eigentor von Kevin Schindler 2:0 in Front. Frust macht sich breit, doch die Mannschaft überrennt nach dem Anschluss durch Ebbers in der 55. Minute den Gegner. Nur eine Minute später scheißt Sebastian Schachten schon den Ausgleich ein, ein super Tor. 1860 kam nicht mehr zurück, Kruse drehte dann komplett per Doppelpack. Platz zwei und die Hoffnung auf den direkten Wiederaufstieg lebten. Bis zum 33. Spieltag in Dresden…

 

Saison 2012/2013: FC St.Pauli – Braunschweig 5:1 (Sonntag, 12. Mai 2013 13:30 Uhr)

 

Es folgte eine an Highlights eher arme Saison. Das beste an der 43 Punkte Spielzeit war vermutlich Leihstürmer Daniel Ginczek. Seine 18 Treffer gewannen manche Spiele fast im Alleingang. Beim 3:0-Heimsieg gegen den FSV Frankfurt schoss er alle Treffer und erzielte zwei nach beeindruckenden Soli. Ein 4:1 am Millerntor gegen den MSV Duisburg gehörte zu den wenigen, souveränen Spielen der Saison. Bestes Beispiel für die wackelige Spielzeit: Das 3:2 gegen Jahn Regensburg. Die Oberpfälzer waren lange nicht so stabil wie mittlerweile. Damals waren sie klarer Tabellenletzter. So klar wurde da Spiel nicht. Zweimal holte man den Gegner ins Spiel zurück, der Jahn schoss in der 89. Minute den Ausgleich und der eingeplante Sieg glitt aus den Händen. Da war man nur noch zu zehnt, nachdem Ginczek rätselhafterweise Christian Rahn im Niemandsland des Feldes umnietete. Florian Bruns allerdings konnte im Gegenzug des 2:2 den Dreier retten, nachdem Boll wieder Rahn grenzwertig den Ball abgrätschte (https://www.youtube.com/watch?v=mELL6g-3hiw). Dennoch dürfte das beste Spiel der Saison noch später gekommen sein. Am 33. Spieltag gewann man 5:1 gegen Braunschweig, allein das ist schon ein immer schöner Umstand. Der Sieg sicherte auch den Klassenerhalt, Florian Bruns spielte zum Abschied vom Millerntor groß auf (Tor und Vorlage), eine stressige Saison fand ein gutes Ende. Eine Woche drauf gelang sogar der historisch erste Sieg auf dem Betzenberg. Ein Erfolg dem noch einige dort folgen sollten.

 

Saison 2013/2014: SV Sandhausen – FC St.Pauli 2:3 (Samstag, 5. April 2014 13:00 Uhr)

 

Platz acht am Ende, eine Saison die man vermutlich schon vergessen hat. Man Wechselte nach Streit den Trainer von Frontzeck zu Vrabec und spielte am Ende fünf (richtungsweisende) sieglose Spiele in den letzten fünf Partien. Kandidaten für das beste Spiel dieser Übergangssaison sind die späten Siege gegen Union Berlin und Dresden. Jeweils 2:1 durch Treffer in der 88.Minute. Beide Male drehte man auch einen Rückstand. Einmal traf Bartels nach Halstenberg-Vorlage gegen die Köpenicker, beim andren Erfolg nagelte Sebastian Meier einen Freistoß gegen Dynamo in die Maschen. Ein überragendes Tor vom extra in diesem Moment eingewechselten Ex-Löwen. Können nicht viele sowas. Auswärts gelang dann noch am 11.Spieltag ein 4:2 in Fürth, Kevin Schindler überzeigte mit einem Doppelpack. Auch gewann man in Düsseldorf mit 2:0. Immer eine Genugtuung dort zu gewinnen. Die Nummer eins der Saison ist für mich dennoch der Erfolg in Sandhausen, ein traditionell schweres Pflaster. Diesmal drehte man zwei Rückstände (nach teils haarsträubenden Fehlern) und gewann am Ende 3:2. Sebastian Schachten erzwang den Ausgleich, bevor Marc Rzatkowski drei Punkte sicherte. Ein Doppelschlag in nur drei Minuten. Eine Pyroshow gab es auch, hier mit herrlichem Audiokommentar einen Sandhäuser Fans: https://www.youtube.com/watch?v=hK-2cq9AL6Y

 

Saison 2014/2015: FC St.Pauli – VfL Bochum 5:1 (Sonntag, 17. Mai 2015 15:30 Uhr)

The great escape I. Knapper war es wahrscheinlich in den letzten Jahren nie, die Rückkehr in Liga drei war mehr als realistisch. Mit Vrabec, Meggle und dann Lienen brauchte es drei Trainer für einen sagenhaft knappen Klassenerhalt. Am Ende Platz 15 und nur ein Tor von Aue hätte gereicht, dass es die Relegation geworden wäre. Dennoch gab es erstaunlich viele erinnerungswürdige Spiele. Vermutlich weil man quasi die gesamte Rückrunde unter hohem Druck stand. Doch der Reihe nach, denn es gab tatsächlich eine Zeit in der Saison, in der Thomas Meggle große Hoffnung verbreitete. Seine ersten zwei Heimspiel gewann man nämlich 1:0 gegen Braunschweig und 3:0 gegen Union (Spieltag sieben und neun). Dazwischen ein wildes 3:3 am Bornheimer Hang, es hätte alles so schön werden können. Danach ging allerdings wenig und der nächste Sieg war ein 3:1 gegen Aalen am 19.Spieltag. Da war schon Ewald Lienen Trainer. Ein Kampfspiel par excellence. Auch das Rückspiel gegen Braunschweig war ein 2:0-Sieg, ein enorm wichtiger dazu. Es gab ein 1:0 in der 90. Minute gegen Nürnberg am 29.Spieltag. Auch wichtig und hoch emotional. Es wird noch schwerer, denn es gab ja auch noch die berauschende Kyoung-rok Choi-Show gegen Düsseldorf beim 4:0 Heimsieg am Montagabend. Die Spieltage 31- 33 waren dann ein einziges emotionales Highlight. Angefangen beim 1:0 über RB Leipzig. Unvergessen wie vor dem Spiel die TV-Kamera Achim Beierlorzer einfängt, wie er ratlos im Konfetti und Rauch der Südkurve ins Leere blickt. Wahrscheinlich war ihn da schon klar, dass an dem Tag nichts zu holen sein wird. Kalla bedient Thy zum Sieg. Überhaupt Kalla drehte in dieser Phase auf. Beim 2:0 in Kaiserslautern machte er das erste Tor. Aus Aberglauben bin ich dem Betze damals ferngeblieben, hatte ich doch nur Niederlagen dort erlebt (beim 2:1 zwei Jahre zuvor fehlte ich – warum auch immer). Das 5:1 am vorletzten Spieltag sicherte dann den Klassenerhalt. Deswegen soll es auch als das beste der Spielzeit hier verewigt werden. 5:1 über den VfL Bochum, jedes Tor mit einem Erlösungssprint durchs Zimmer verbunden. Halstenberg und Thy überragend, plötzlich war man fast gerettet. Die schlimmsten 90 Minuten der Saison in Darmstadt folgten noch, aber Aue-Keeper Männel erzielte zum Glück einen Treffer zu wenig.

Eindrücke der Rettung: https://www.youtube.com/watch?v=k1j28x1SwIc

 

Saison 2015/2016: FC St.Pauli – Fortuna Düsseldorf 4:0 (Montag, 9. November 2015 20:15 Uhr)

 

Ein fast vergessenes Gefühl: eine ruhige Saison. Und ein Spitzenplatz obendrauf. Am Ende war es Rang vier, ohne dass man wirklich was mit dem Aufstieg zu tun hatte. Aber nach dem Drama der letzten Saison eigentlich ganz nett. Als erster Kandidat zum Spiel der Saison taugt das zweite und bislang letzte Auswärtsspiel gegen Red Bull am vierten Spieltag. Diesmal gewann man überraschend in Leipzig. Genauso das Rückspiel am Millerntor. Lennart Thy und Marc Rzatkowski trafen bei den 1:0-Erfolgen gegen den Favoriten. Diesmal verhinderte das aber nicht den Aufstieg des Brauseklubs. Die gute Bilanz von drei zu einem Sieg bleibt aber. Es gab noch zwei spektakuläre 3:4-Niederlagen gegen Paderborn und in Freiburg, aber die taugen eher nicht zum Topspiel dieser Saison. Genauso das 3:3 bei Union, bei dem man in letzter Sekunde den Dreier noch verlor, obwohl man das Spiel auf 3:2 gedreht hatte. Der letzte Spieltag lieferte schon eher ein Highlight. Statt Sommerfußball, gab es ein 5:2 gegen den 1.FC Kaiserslautern. Besonders in Erinnerung bleibt das Debüt von Ryo Miyaichi. Nach seinem (ersten) Kreuzbandriss in der Vorbereitung kam er ganz am Ende zu seinem Spiel und traf direkt doppelt und lieferte eine Vorlage. Auch sehr ansehnlich war der frühe Sieg gegen den späteren Meister aus Freiburg und damaligem Tabellenführer. 1:0, 90. Minute, besser geht kaum. Favoriten ärgern macht eine Menge Spaß. Das beste Spiel bleibt jedoch das 4:0 gegen Fortuna. Ja genau, es gab wieder vier Tore für die Düsseldorfer. Diesmal allerdings auch noch alle von einem Mann. Thy amo am Millerntor. So ein Viererpack hat definitiv Seltenheitswert und daher auch das Spiel der Saison.

 

Saison 2016/2017: Fortuna Düsseldorf – FC St.Pauli 1:3 (Freitag, 21. April 2017 18:30 Uhr)

The great escape II. Wieder so eine Saison, die viele emotionale Siege lieferte, weil sie in Teilen sehr schwach war. Wenn man sich erinnert, war eben vor allem die Hinrunde eine Katastrophe. Zwei Siege in 17 Spielen. Am vierten Spieltag daheim gegen Bielefeld durch ein ganz spätes Tor von Cenk Sahin. Noch größer die emotionale Entladung (bei mir zumindest) beim 2:0 in Fürth. Bouhaddouz und Sahin trafen und sicherten den zweiten Dreier in Franken am 16.Spieltag(!). Beim 2:0 musste ich aufpassen nicht wie von Sinnen durch den Aufenthaltsraum in meinem Studentenwohnheim zu rennen (ich war zu der Zeit im Auslandssemster und nur dort gab es WLAN für den VPN nach Deutschland). Es hatte sich eine Menge Frust angestaut. Nach dem Winter lief es besser und es kamen weitere Spiele in den Kandidatenkreis hinzu. Das 5:0 gegen den KSC am Millerntor war enorm wichtig. Man deklassierte einen direkten Konkurrenten und sprang raus aus den Abstiegsrängen. Und der Hattrick von Aziz Bouhaddouz ist auch erwähnenswert. Den Klassenerhalt perfekt machte man in Kaiserslautern beim 2:1. Ebenfalls eine sehr schöne Erinnerung, das Feiern musste allerdings warten. Wegen des frühen Termins am Freitag mussten andere Ergebnisse helfen. Aber wer hätte nach der Hinrunde überhaupt noch an einen frühzeitigen Klassenerhalt geglaubt? Mein Match der Saison ist aber das 3:1 in Düsseldorf. Flutlicht an in der Arena, eine volle Gästekurve und dann dreht das Team ein 0:1 durch Andre Hofmann. 78., 83. und 90. Minute fielen die FCSP-Tore. Darunter ein direkter Freistoß von Christopher Buchtmann. An dem Tag ging alles und das Gefühl „wir schaffen das“ war bei allen zu spüren. Trotz nur zwei Zählern Vorsprung auf Rang 16. Am Ende wurde man sogar siebter. Eine wirklich nicht alltägliche Saison.

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Jubel nach dem Spiel in Düsseldorf. 

 

Saison 2017/2018: FC St.Pauli – Fürth & Bielefeld 3:0 & 1:0

Olaf Janßen übernimmt von Ewald und Spieltag eins lässt großes vermuten. Eröffnungsspiel in Bochum und der FCSP zockt dem VfL drei Punkte ab. Bochum wird ausgecoacht und man ist guter Hoffnung für das Jahr. Nächstes größeres Highlight ist der Auswärtssieg in Kiel nach Fahnenklauversuch. Allagui, Hain und Co-Trainer Glöckner regeln aber. Flum knallt das Siegtor ins Netz. Danach wird es aber wackliger, in Braunschweig gewinnt man, ohne zu wissen warum. Danach folgen sieben Spiele ohne Sieg und zwei heftige Niederlagen (0:5 in Bielefeld und 0:4 in Fürth). Markus Kauczinski übernimmt und feiert einen erlösenden Sieg im letzten Heimspiel des Jahres. Jan-Marc Schneider kontert den FCSP ins Glück. Ebenfalls ein guter Kandidat in einer mauen Saison. Nach dem Winter spielt man in Dresden vermutlich eins der souveränsten Spiele der Saison beim 3:1-Erfolg. Sobota überragt mit Doppelpack und Vorlage. Das spektakulärste Spiel war der 3:2-Heimsieg gegen Holstein. Ausgerechnet der Kieler Avevor entscheidet das turbulente Spiel. Es wäre sicher das Spiel der Saison, wenn es am Ende nicht erneut verdammt knapp geworden wäre (https://www.youtube.com/watch?v=gzFrjW57WY4). Nach diesem Sieg gibt es erneut sieben Partien ohne Dreier. Und so muss ein zweiwöchiger Kraftakt von Mannschaft und Fans die Saison retten. Die Heimerfolge gegen Fürth und Bielefeld lassen sich nicht voneinander trennen. Zweimal Millerntor in Folge, der Spielplan meinte es gut mit den Kiezkickern am Saisonende. Am Ende waren 43 Punkte bitter nötig, Aue ging mit 40 in die Relegation. Diamantakos, Flum und Neudecker treffen gegen die SpVgg, Yi-Young Park sichert den Zittersieg gegen Bielefeld. Gepaart mit der Atmosphäre der Spiele, waren es die wichtigsten dieser Spielzeit.

Fürth: https://www.youtube.com/watch?v=oXG1-vwZC8E

Bielefeld: https://www.youtube.com/watch?v=I7M5Ia54Yho

 

Saison 2018/2019: FC St.Pauli – Darmstadt 98 2:0 (Freitag, 10. August 2018 20:30 Uhr)

 

Eine schwierige Saison. Die Hinrunde hat diverse Spiele mit spektakulärem Ausgang geboten. Der FCSP gewann gerne spät, was ja durchaus immer erinnerungswürdig ist. So schlug man Paderborn mit 2:1 durch einen späten Treffer am Millerntor, ebenso erging es Sandhausen beim 3:1. Da waren es sogar zwei Treffer in und nach der 90.Minute. Dazu gewann man zweimal gegen den 1.FC Magdeburg. Im Hinspiel 2:1 durch einen direkten Knoll-Freistoß und direkt vor Weihnachten 4:1. Leider verlor man Henk Veerman in dem Spiel, ein schlimmer Verlust. Dennoch ein großer Jahresabschluss und in der Rangliste der Saison weit vorne. Weit vorne dürfte auch der einzige Sieg nach dem Trainerwechsel sein. 4:3 am Millerntor gegen Regensburg. Der Jahn ging zweimal in Führung durch Hamadi Al Ghaddioui. Diamantakos, Flum, Miyaichi und Knoll erkämpften den Sieg. Ein absolutes Spektakel. Ebenfalls sehr weit oben bei mir rangiert der 3:1-Sieg in Bochum. Konterstrak, souverän und torgefährlich, seltenes Glück beim FCSP. Man spielte wie ein Spitzenteam, der Beginn einer schönen Weihnachtszeit. Mein Spiel der Saison fand allerdings schon am zweiten Spieltag statt. Beim 2:0 gegen Darmstadt spielte man tatsächlich sehr guten und abgezockten Fußball (man hat es schon fast vergessen, wenn man den Rest der Saison betrachtet). Dazu Flutlicht, Domfeuerwerk, Tabellenführung und bis zum Montagabend sechs Punkte auf den hsv. Balsam auf Fanseelen, nach der verkorksten vorherigen Saison. Ein tatsächlich sehr schöner Moment in einer Saison, die bis zum verheerenden Derby eigentlich recht erfolgreich war. Und dazu einer der sehr raren Siege gegen die Lilien…

https://www.youtube.com/watch?v=dS4efpdvfDA

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Derbyvorbereitung nach dem Sieg gegen den SVD.